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Best of neuere österreichische Literatur

5 neuere österreichische Romane, die du gelesen haben solltest

Listen boomen gerade im Netz. 5 Tipps für die Haare, 10 Schritte bis zum Topmanager, 15 Dinge, die man als Ärztin nicht tun sollte… Also kommt hier auch meine (erste) Liste. Allerdings eine Sisyphusaufgabe mit Tantalusqualen, die österreichische Gegenwartsliteratur auf fünf Bücher runterzubrechen, aber egal. Listen sollen ja schließlich übersichtlich sein.

Nun gut. Die folgenden fünf Bücher spiegeln meine persönlichen Vorlieben wider und sind nach meinen Ansichten gerankt. Ich traue mich aber mit gutem Gewissen zu behaupten, dass es Werke sind, die Leserinnen und Leser bis heute gerne lesen und die noch lange im kollektiven literarischen Gedächtnis bleiben werden.

Ach ja, falls du mich noch nicht kennst: Bei mir zählt ganz besonders der Stil eines Buchs. Klar ist auch der Inhalt wichtig, aber ohne Stil geht gar nicht. Meine Rezensionen schreibe ich schließlich auch im Stil des Originals, damit du schon auf leseloop einen Eindruck davon bekommst, wie das Buch sich so liest. Wohl bemerkt, einen Eindruck! Denn ans Original reicht es natürlich nicht heran. But I try, and I try, and I try, and I try… (and sometimes get satisfaction.)

Ach ja, es ist ein Ranking! Also nicht gleich runter zu Platz 1 scrollen, es soll schließlich spannend bleiben!

P.S.: Nachdem ich mir vorgenommen hatte, fünf auserwählte, erlesene, höchst gustiöse Romane für dich in diese winzige Liste zu quetschen, habe ich die Kriterien ein wenig verschärft. Keines der Bücher ist älter als aus dem Jahre 2006, und ich hab drauf geachtet, dass Autorinnen und Autoren vorkommen. Das hat meine Tantalusqualen etwas gemildert und die Sisyphusarbeit zu einem halbwegs passablen Artikel gemacht. Aber lies selbst:


5. Quasikristalle von Eva Menasse

Eva Menasse: Quasikristalle

Eva Menasse beleuchtet in “Quasikristalle” das Leben einer Frau – als Jugendliche, als Mutter, als Ehefrau, als Freundin und schließlich als Großmutter. Ein ganzes Leben in einem Buch, erzählt aus den unterschiedlichen Perspektiven ihrer Mitmenschen, Partner, Freundinnen, Enkelkinder etc. Mal wirkt sie sympathisch, mal nicht. Je nachdem, in welchem Verhältnis die Person zu ihr steht, die gerade das Wort hat. Eine geniale Idee und von Eva Menasse auch sehr gut umgesetzt.

Empfehlung von mir: als Hörbuch anhören! Denn die Geschichte ist nicht nur abwechslungsreich, sondern auch narrativ gut durchdacht. Bleibt also auch beim Zuhören spannend.

Einen Bonuspunkt bekommt Eva Menasse von mir für den originellsten Figurennamen: Die Protagonistin heißt Roxane. Ich meine: Roxane! Das ist doch mal was anderes.

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Eva Menasse: Quasikristalle. Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln 2013. 426 Seiten.
Spannung:     Tiefsinn:     Originalität:     Humor:     Stil:

4. Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt Dieses Buch durfte hier nicht fehlen. Mit den vielen Konjunktiven in indirekter Rede in “Die Vermessung der Welt” ist Daniel Kehlmann bekannt geworden. Leider bringt das oft mit sich, dass man weitere Bücher desselben Autors mit einer dementsprechend hohen Erwartungshaltung angeht. Und die kann dann meist nicht erfüllt werden. Obwohl… eigentlich ist sein 2013 erschienener Roman “F” auch ganz gut.

Jedenfalls treffen sich der Mathematiker Carl Friedrich Gauß und der Naturforscher Alexander von Humboldt, deren beider Geschichten Daniel Kehlmann miteinander verknüpft.

Der Roman gehört übrigens zu den weltweit meistverkauften Büchern des Jahres 2006. Das ist doch beeindruckend für einen österreichisch-deutschen Autor!

2013 wurde die Geschichte verfilmt, ist aber weit weniger spektakulär als das Buch.

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Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Rowohlt Verlag, Berlin 2008, 304 Seiten.
Spannung:    Tiefsinn:    Originalität:    Humor:    Stil:

3. Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer

Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind Okay, vielleicht wirds jetzt ein wenig kitschig. Nichtsdestotrotz ist “Gut gegen Nordwind” eines von Daniel Glattauers Vorzeigewerken – sein Stil kommt nirgends so gut zur Geltung, wie in diesem E-Mail-Roman.

Emmi und Leo lernen sich durch einen Zufall kennen und beginnen sich Mails zu schreiben, die immer intimer werden. Eigentlich wollen beide nichts anderes, als sich endlich im richtigen Leben kennenzulernen. Aber irgendwie kommt immer was dazwischen.

Feinste Ironie trifft unwiderstehlichen Wortwitz. Glattauer liest sich so, dass man jeden zweiten Satz als Zitat nehmen könnte. Die Geschichte ist zudem mit etwa 220 Seiten recht kurz und wird wahrscheinlich auch deshalb nicht langweilig. Die Fortsetzung mit dem Titel “Alle sieben Wellen” geht dann im selben Tonfall weiter. Und spätestens hier wird der Stil mühsam. Beide Teile hintereinander zu lesen ist also wirklich nur hartgesottenen Glattauer-Fans zu empfehlen.

Daniel Glattauer hat übrigens auch noch ein großes Repertoire an anderen Werken, die mindestens ebenso lesenswert sind wie “Gut gegen Nordwind”. “Darum” oder “Geschenkt” zum Beispiel.

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Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind. Deuticke Verlag, Wien 2006, 224 Seiten.
Spannung:     Tiefsinn:     Originalität:     Humor:     Stil:

2. Winters Garten von Valerie Fritsch

Valerie Fritsch: Winters Garten“Winters Garten” ist der jüngste Roman in dieser Liste, der mir nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Das Setting ist recht simpel: Eine präapokalyptische Welt und zwei Menschen, die im Angesicht von Tod und Elend zueinander finden.

Inhalt gibts nicht viel, dafür ist die Sprache so beeindruckend, dass sie einen komplett verschlingt. Wie Glattauer jeder zweite Satz ein Zitat, nur statt ironisch witzig ist Valerie Fritsch eher nachdenklich, wortgewaltig und machmal etwas zu blumig. Aber hey, wer mit Sprache was anfangen kann, dem sei dieser Roman absolut ans Herz gelegt.

P.S.: Zu “Winters Garten” von Valerie Fritsch gibt es auch einen Loop. Also nur, falls du gern tiefer in diesen unglaublich opulenten Roman hinein kippen möchtest. ;)

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Valerie Fritsch: Winters Garten. Suhrkamp-Verlag, Berlin 2015, 154 Seiten.
Spannung:    Tiefsinn:    Originalität:    Humor:    Stil:

1. Die Verteidigung der Missionarsstellung von Wolf Haas

Wolf Haas: Die Verteidigung der Missionarsstellung Ja, gut, muss man mögen, diesen doch recht ungewohnten Stil. Kabarett nichts dagegen. Versteh ich, dass das nicht jedermanns Fall ist. Die Sprachkunst muss dem Haas jedoch selbst sein größter Kritiker oder seine ärgste Feindin zugestehen. Nicht umsonst ist der gebürtige Salzburger, der mit seinen Brenner Romanen bekannt wurde, so erfolgreich.

Wer von Wolf Haas nur die Brenner Romane kennt, sollte unbedingt seine zwei Ausreißer lesen, die die Brenner eigene Sprache nicht allzu sehr überstrapazieren. Haas light und ohne Zucker quasi. Der bessere der beiden Romane ist eindeutig die “Verteidigung der Missionarsstellung”.

Der Protagonist, ein Autor, erzählt die (Lebens-)Geschichte eines Freundes. Dieser verliebt sich genau dreimal im Leben, jeweils “zufällig” zum Zeitpunkt der drei großen Epidemien der letzten Jahre. Spannungsbogen: 100 von 100 Punkten.

Allein für die Idee, einen Roman an BSE, Vogel- und Schweinegrippe aufzuhängen, verdient Wolf Haas einen Preis für originelles Storytelling. Der Salzburger war übrigens früher Werbetexter. Der Ö1 Slogan “Gehört gehört” geht zum Beispiel auf seine Kappe. Merkt man auch bei den Romanen, oder?

Falls du noch nichts von Wolf Haas gelesen hast, dann schnuppere doch mal in meinen Loop zu seinem aktuellen Roman “Brennerova” hinein.

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Wolf Haas: Verteidigung der Missionarsstellung. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2012. 238 Seiten.
Spannung:    Tiefsinn:    Originalität:    Humor:    Stil:

 
 
So, ich hoffe dir hat meine Auswahl gefallen?! War ein guter Tipp für dich dabei oder stehst du mit einem der Romane auf Kriegsfuß? Sag es mir in den Kommentaren!

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Buchcover Ausschnitt Valerie Fritsch: Winters Garten

Todesvernarrte Häuser und herzbeklemmende Landschaften

Valerie Fritsch wird oft als Literaturwunderkind der Stunde bezeichnet. Zu Recht. Die Grazerin hat bereits zahlreiche Preise und Stipendien gewonnen und ist trotzdem am Boden geblieben. Ihre klugen Antworten auf der Bühne sind ebenso einprägsam wie wortgewandt – sodass es manchmal sogar dem versiertesten Moderator die Sprache verschlägt. Wer Valerie Fritsch bei den diesjährigen O-Tönen erlebt hat, weiß, was ich meine.

Wenn du mich bereits kennst bzw. auch das Konzept von leseloop, dann weißt du: Beeindruckende Stilistik, durchdachte Wortwahl und melodisch klingende Sprache begeistert mich grundsätzlich. Hier meine Hommage an eine der coolsten jungen Schriftstellerinnen aus Österreich.


„Der Himmel war so weit entfernt wie der Mond“

Anton Winter wuchs in einem riesigen Garten auf zu einer jener Zeiten, in denen die Welt noch in Ordnung war. Es war eine Gartenkolonie, entstanden vor Generationen, in der viele Menschen, alt und jung, zusammenlebten in einem ebenso riesigen Haus. Nie musste man sich Sorgen machen, dass die Kinder des Abends ihren Weg nach Hause nicht mehr fanden, dass die Alten in ihren Betten einsam starben, dass die Mütter und Väter nicht aus der Stadt zurückkehrten.

Im Garten hatten man das Vertrauen, dass die Gesellschaft längst verloren hatte. Er war das Gegenteil von jener Einsamkeit, die Anton Winter in der Stadt erlebte. Jene Stadt ohne Namen, von der wir nur wissen, dass sie am Meer lag, die aber als Sinnbild für die große Einsamkeit steht, die außerhalb des Gartens herrschte. Tod und Leben, Miteinander und Einsiedelei, Idylle und Untergang, alles hat Platz in diesem Buch.

„Wer traurig war, ging stets ans Meer“

In der Stadt floh die Idylle, wurde zu präapokalytischen Endzeitstimmung, die Anton Winter hoch oben beobachtete von seiner Wohnung aus. Er sah, wie die Menschen ans Meer gingen, magere Gestalten, die sich eine Linderung durch die kühle das Leben verschluckende Brandung erhofften. Sie stürzten sich ins Meer mit ihren schweren Herzen, sanken zum Meeresgrund mit ihren gallertartigen Körpern und schwebten leblos neben lebendigen Fischen, die es noch gab im flachen Wasser. Er beobachtete die Massenselbstmorde und Massenhochzeiten, die zeitgleich stattfanden, und wusste nicht, was die bessere Lösung war, der Wirklichkeit zu entfliehen.

Die melancholische Stimmung: allgegenwärtig. Wie Anton Winter durch den Feldstecher starrte. Wie er seine Vögel alleine ließ mit ihren traurigen Rufen. Wie er Stadt und Garten betrachtete, schwer und traumwandlerisch. Wie er schwelgte in Erinnerungen an seine Kindheit, an den Vater, an die Großmutter. Wie ihn die Verzweiflung einholte als wäre es sein letzter Tag. Wie er liebte im einen Moment. Wie er gewaltsam um sich schlug im nächsten. Er, der nicht mehr lachte und nichts mehr zu lachen hatte im Leben.

„Mit der Liebe bekommt man sein Schicksal zurück“

In Valerie Fritschs Roman gibt es den Garten, die Stadt, und dann: lange nichts. Alles umfassend die Liebe, die sich als feines Geflecht zarter tänzelnder Spinnen zwischen Anton Winter und Frederike entfaltet und ebenso filigran ist wie die Welt kurz vor der Apokalypse, so scheint es. Beide waren sie dünn, wie knochige Tänzer in den Schatten der Nacht. Ihr Zusammensein änderte ihre Welt, und doch auch nicht. Anton Winter, dünn wie ein Strich, beobachtete weiter die Stadt mit seinem Feldstecher. Frederike arbeitete weiter in einem Krankenhaus und trotzte dem Tod, indem sie kleine schreiende Bündel voller Leben auf die Welt brachte, die bald nichts mehr Lebenswertes zu bieten haben würde.

Es war leise geworden in jener Stadt, und die Menschen so traurig. Es war, als irrten sie umher, gemeinsam und einsam. Diese Melancholie, diese unbezwingbare Traurigkeit, als hätte Valerie Fritsch in diesem Roman abgeschlossen mit der Welt, zieht sich immerfort und verstärkt sich mit der Erkenntnis, dass nichts mehr helfen kann. Außer der Garten, der Ausgangspunkt und Endpunkt darstellt, Sehnsuchtsort und Gefängnis gleichzeitig. Der Anton Winter immer Heimat geblieben ist in seinen Träumen.

„Immer noch war das Leben ein Warten“

Man wartet in Valerie Fritschs Roman. Man sehnt sich nach Handlung. Man wünscht sich mehr. Doch nichts davon tritt ein. Es ist ihre Sprache, die vollkommen genügen muss, die für sie formbar ist wie Plastilin. Niemals kitschig, immer eigenartig melodisch, immer staunend, niemals stumm. Eine Sprache, die keines ausschweifenden Inhalts bedarf. Außer Leben und Tod als gegensätzliche Zustände, verkörpert im Garten und der Stadt, in Selbstmorden und Hochzeiten, in Leichen und Neugeborenen. Alles geht nebeneinander her, nichts trennt diese Gegensätze. Liebe und Tod, Eros und Thanatos, bedingen einander mit einer Selbstverständlichkeit, die es selten gibt heutzutage.


Fazit: Nichts ist unmöglich für Valerie Fritsch

Taumelnd unter der Virtuosität ihrer Sprache liest man Valerie Fritschs Roman. Fasziniert vom Lieben und vom Grauen, von Schönheit, Idylle, Glück ebenso wie von Verfall, Endzeit und Todessehnsucht. Man liest von „herzbeklemmenden Landschaften“, von„todesvernarrten Häusern“, von der „Wiener-Walzer-Sentimentalität“ der Apokalypse. Hier „rollen“ die Donner über die Felder, hier „kreischen“ die Krallen der Vögel auf den Karosserien, hier blühen “liederliche und tropische Pflanzen […] kadettenblau, bassorange, zwetschgengelb.“ Hier gilt für den Roman dasselbe wie für die Menschen in Anton Winters Garten: „Was man nicht über die Lippen bringt, bringt man auch nicht übers Herz.“ Und das scheint es für Valerie Fritsch nicht zu geben.

Kurz gesagt, Valerie Fritschs Sprache haut einen um. So sehr, dass man währenddessen kaum merkt, dass die Geschichte rund um das vielstrapazierte Eros-Thanatos Motiv, eingepflanzt in eine Weltuntergangsstimmung á la Lars von Triers „Melancholia“, nicht viel mehr zu bieten hat. Fritsch ist inhaltlich wie formal das genaue Gegenteil von Vea Kaiser, um es mit einem Vergleich zu sagen. Während Kaiser mit einem einfachen Stil und dafür umso ausschweifenderer Geschichte beeindruckt, ist es bei Fritsch genau umgekehrt: Ihr Roman “Winters Garten” ist gerade mal 154 Seiten lang und liest sich wie ein sehr langes und sehr sinnliches Gedicht, das Inhalt nur andeutet und viel Spielraum für Interpretationen lässt.

Eine Frage stellt sich noch zum Schluss:

Ist Valerie Fritsch ein One-Hit-Wonder?

„Winters Garten“ ist ein so originelles Buch, wie ich schon lange keines mehr gelesen habe. Valerie Fritsch hat derart viel an virtuoser Sprachkunst reingepackt und deckt mit ihrem Roman ein riesiges Themenspektrum ab, dass man sich fragt, was sie in zukünftigen Romanen denn noch zu sagen haben könnte?

Wird sie scheitern wie Robert Schneider nach „Schlafes Bruder“? Oder wird sie uns ein zweites (oder ein drittes und viertes und fünftes) Mal beeindrucken wie etwa Friederike Mayröcker? Ich bin gespannt.


Noch nicht genug?

Valerie Fritsch hat auch mich zu allererst auf einer Lesung begeistert. Man braucht der jungen Steirerin mit der angenehmen Stimme nur zuhören, schon zieht sie einen in ihren Bann. Ich finde sogar, dass “Winters Garten” ob seiner melodischen klingenden Sprache vorgelesen am schönsten ist.

Sie war übrigens mit ein Grund, warum ich unbedingt auf das diesjährige Literatur im Nebel Festival in Heidenreichstein fahren wollte. Schade, dass sie krank war, sie hätte dort sicher sehr gut hineingepasst.


Pressestimmen

“Winters Garten” macht ganz schön besoffen, so viel als Warnung, und hinterlässt noch nach dem Zuschlagen einen leichten Kater. Jeden zweiten Satz möchte man auf der Zunge herumrollen wie guten Wein – nur fehlt leider das Wasser für Zwischendurch. […] Es ist, als hätte die gerade mal 25-Jährige in dieses dünne Buch alles gelegt, was sie jemals hatte sagen wollen. Als stünde das Weltende tatsächlich kurz bevor.
Anja Kümmel, Zeit Online, 2015

Die Sprache, mit der Valerie Fritsch von jenem Riss, der durch die Welt und jeden Einzelnen geht, erzählt, ist von einer betörenden Schönheit, wie man sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur lange schon nicht mehr vorgefunden hat. Sie zeichnet sich durch eine schonungslose Zärtlichkeit aus und nicht zuletzt durch jene Genauigkeit, deren es so dringend bedarf, wenn man nicht Gefahr laufen will, mit ein, zwei falschen Bildern, ein paar misslungenen Sätzen einen ganzen Text zu Fall zu bringen.
Josef Bichler, Der Standard, 2015

Wer den ganz hohen Ton wählt, muss eine sichere Stimme haben. Die 1989 in Graz geborene Valerie Fritsch stellt in ihrem Erstling zwar eine beeindruckende Imaginationsgabe und Fabulierlust unter Beweis, verdirbt ihre opulent-düstere Vision vom Weltuntergang aber durch zu viele Patzer.
Georg Renöckl, Neue Zürcher Zeitung, 2015

 
Valerie Fritschs Roman “Winters Garten” ist im Suhrkamp Verlag 2015 erschienen und war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2015. Mehr Infos findest du auch auf ihrer eigenen Webseite.

Was beeindruckt dich mehr beim Lesen, Stil oder Inhalt? Kann man die beiden überhaupt trennen? Sag es mir in den Kommentaren!

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